Weißfleckenkrankheit bei Erdbeeren: Weniger anfällige Erdbeersorten anbauen und vorbeugende Maßnahmen nutzen

Weißfleckenkrankheit bei Erdbeeren: Weniger anfällige Erdbeersorten anbauen und vorbeugende Maßnahmen nutzenDer Übeltäter, der die Weißfleckenkrankheit bei Erdbeeren verursacht, ist ein Pilz namens Mycosphaerella fragariae. Zwar befällt dieser „nur“ das Laub, und bevorzugt das dunkle Laub, letztendlich aber schwächt er die gesamte Pflanze, so dass sie weniger und vor allem auch kleinere Beeren ausbildet. Die Beeren selbst werden nicht befallen. Als schwerwiegend kann diese Erkrankung jedoch nicht bezeichnet werden.

Sichtbar wird der Pilzbefall, sobald sich auf den Erdbeerblättern, in der Regel sind anfangs nur die älteren Blätter betroffen, weiß-graue, runde Flecken mit rotbraunem Rand zeigen. Bei feuchter Witterung vergrößern sich diese hellen Flecken und verschmelzen miteinander. Teils sind sogar die gesamten Blattspreiten bedeckt. Die Blätter beginnen nach und nach zu vertrocknen, rollen sich ein und sterben schließlich ab. Von der Infektion bis zum Ausbruch der Erdbeerkrankheit dauert es ungefähr 3 bis 4 Monate. Seine Sommersporen entwickelt der Pilz im Inneren der hellen Blattflecken. Durch den Wind werden die Sporen dann auf andere Erdbeerpflanzen übertragen. Daher sollten Blätter, die befallen sind, sofort abgeschnitten und im Hausmüll entsorgt werden. Sie gehören keinesfalls auf den Kompost. Die Wintersporen, die die Erdbeeren im kommenden Frühjahr infizieren, bildet der Pilz in den kleinen schwarzen Fruchtkörpern aus, die im Herbst auf den Blättern der Pflanzen in Erscheinung treten. Auch diese befallenen Blätter direkt entfernen und in den Hausmüll geben.

Vorbeugende Maßnahmen halten Erdbeerpflanzen fleckenfrei und gesund

Feuchtigkeit begünstigt die Weißfleckenkrankheit. Vorbeugend kann Stroh unter die Pflanzen gestreut werden, um das Laub so vor Nässe zu schützen. Um die Anfälligkeit der Erdbeerpflanzen für den Befall mit dem Weißflecken-Pilz zu minimieren, sollte beim Düngen insbesondere Stickstoff passé sein. Oder nur in geringen Mengen verabreicht werden. Die Widerstandskraft der Pflanzen stärken unter anderem Ackerschachtelhalm oder Brennnesseln.

Das Besprühen der Erdbeeren mit einer Brühe bzw. mit einem Sud aus diesen Kräutern als Vorsorgemaßnahme ist daher ausgesprochen sinnvoll. Ebenso wie das regelmäßige Entfernen von überflüssigem Laub und Ausläufern. Dadurch wird die gute Durchlüftung der Pflanzen unterstützt. Auch der Einsatz von Steinmehl ist hilfreich, weil dies dazu beiträgt, die Bodenstruktur im Beet zu verbessern und die Pflanzen zu schützen. Zudem lohnt es sich darauf zu achten, welche Erdbeersorten gar nicht oder nur gering anfällig für Krankheiten, insbesondere für Blattkrankheiten, sind. Dazu zählen unter anderem die Sorten Elianny, Elvira oder Wädeswil.

Grundsätzlich gilt: Sind die Erdbeerpflanzen stark befallen, sollte das gesamte Laub – bis auf die jungen Herzblätter – nach der Ernte entfernt werden. Alternativ lässt sich durch die Ableger ein neues Erdbeerbeet im Garten anlegen. Dann werden die Altpflanzen nicht weiter benötigt. Die Weißfleckenkrankheit lässt sich zudem gezielt mit Kupferspritzmittel bekämpfen. Auch wenn das eine oder andere Pflanzenschutzmittel für die Anwendung im Haus- und Kleingartenbereich zugelassen ist, sollten chemische Keulen nur im Notfall eingesetzt werden. Gesundheit und Umwelt sollten immer an erster Stelle stehen. Der biologische Anbau bzw. die natürliche Bekämpfung gegen Schädlinge und Krankheiten im eigenen Garten zahlt sich letztendlich immer aus.

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