Erdbeeren selber pflücken: Bio-Erdbeerplantagen sind bundesweit vertreten

Erdbeeren selber pflückenErdbeeren, die man auf einem Erdbeerhof bzw. einer Erdbeerplantage selber pflückt, sind nicht nur kostengünstiger, sondern schmecken auch besser. Schließlich sind selbst gepflückte Erdbeeren absolut frisch. Sie enthalten – im Gegensatz zu Erdbeeren, die lange Transportwege hinter sich gebracht haben – noch alle wertvollen Inhaltsstoffe. Darüber hinaus wird der regionale (bestenfalls ökologische) Obstanbau durch Selbstpflücker unterstützt. Ein wichtiges Unterfangen, was letztendlich allen zugutekommt. Worauf Sie beim Pflücken achten sollten und welche Erdbeerplantagen besonders empfehlenswert sind, das erfahren Sie hier:

Das ist beim Erdbeerpflücken zu berücksichtigen:

  • Suchen Sie sich einen Erdbeerhof in Ihrer Nähe, der auf den ökologischen Anbau setzt. Die Erdbeeren schmecken viel aromatischer und sind garantiert frei von Pestiziden. Erdbeerfelder, die an großen, viel befahrenen Straßen liegen, besser meiden.
  • Wenn möglich, pflücken Sie am frühen Morgen, weil die Erdbeeren dann taufrisch und dadurch etwas länger haltbar sind.
  • Pflücken Sie möglichst bei schönem Wetter, aber lassen Sie die Erdbeeren nicht in der prallen Sonne im Korb liegen. Dadurch verlieren sie ihren guten Geschmack und auch ihr hübsches Aussehen. Feuchte Erdbeeren, die bei nassem Pflückwetter in den Korb kommen, faulen schneller.
  • Nur reife Früchte einsammeln. Diese lassen sich leicht und gut von der Pflanze abnehmen. Erkennbar sind reife Früchte an ihrer Färbung. Ist der gelb-weißliche Rand verschwunden, sind die Erdbeeren erntereif.
  • Die Früchte immer gemeinsam mit dem dunkelgrünen Kelchrand bzw. Blattrand abpflücken. Dafür den Stiel, an dem die Erdbeeren hängen, leicht abknicken und die Frucht nach oben ziehen.
  • Nicht zu viele Erdbeeren auf einmal in einer Hand einsammeln. Das trägt dazu bei die Beeren zu quetschen. Und gequetschte Stellen schimmeln schneller. Die Beeren keinesfalls in den Korb werfen. Auch das bekommt den Früchten nicht sonderlich gut.
  • Zum Einsammeln bzw. zum Transportieren der Früchte breite Körbe nutzen. Die Beeren keinesfalls darin stapeln. Das verursacht nur unschöne und unnötige Quetschungen. Weniger ist in diesem Fall mehr. Daher: Einfach mehrere breite Körbe zum Pflücken mitbringen.
  • Sich immer breitbeinig und mit geradem Rücken über eine Pflanzenreihe beugen. In dieser Stellung die Pflanzenreihe langsam ablaufen bzw. abpflücken. Diese Haltung hilft den Rücken und die Knie zu schonen.

Empfehlenswerte Erdbeerhöfe, die größtenteils biologischen Anbau betreiben:

Biohof Frohmader: Der Biohof befindet sich am bayrischen Untermain, im Weinbauort Großostheim bei Aschaffenburg. Der Familienbetrieb ist seit 1998 Mitglied des Bioland-Verbandes. Das Motto des Hofes: „Nur wertvolle und gesunde Lebensmittel zu erzeugen, um für Mensch und Natur eine natürliche Lebensgrundlage zu schaffen.“ Auf dem Erdbeerfeld des Biohofes werden verschiedene Erdbeersorten angebaut, so dass eine Vielfalt gegeben ist und jeder etwas für seinen Geschmack findet. Nähere Infos unter: http://biohof-frohmader.de

Gut Wulksfede: Auf 260 ha wird vor den Toren Hamburgs ökologischer Landbau betrieben. Und das bereits seit 1989. Alle Mitarbeitenden des Bioland-Betriebes sehen die Natur als ihr Vorbild. Das Einhalten hoher Standards beim Anbau und der Verarbeitung von Lebensmitteln ist somit selbstverständlich. Ab Mitte Juni können Erdbeerliebhaber die leckeren Früchtchen auf dem Erdbeerfeld des Gutes selber pflücken und zwischendurch natürlich auch die eine oder andere Beere naschen. Nähere Infos unter: https://www.gut-wulksfelde.de

Obsthof Otte: Der Obstbaufachbetrieb setzt auf eine sorgfältige Sortenauswahl sowie auf den Obstanbau auf den heimischen Lössböden in der Ravensburger Hügellandschaft. Der naturnahe und umweltfreundliche Anbau spielt für Familie Otte eine ebenso große Rolle wie die Bewahrung der Artenvielfalt. Das Angebot an Erdbeersorten ist groß, Selbstpflücker können ab Anfang Juni bis Anfang Juli die roten Beeren in ihre Körbe legen. Nähere Infos unter: http://www.obsthof-otte.de

Bio-Erdbeeren in Schleswig-Holstein: 6 Biohöfe in Schleswig-Holstein bauen ihre Erdbeeren streng nach den Richtlinien des Bioverbandes an. Das Ergebnis: Tiefrote Früchte, die zwar langsam reifen, dafür aber umso aromatischer schmecken und intensiver duften. Erdbeerselbstpflücker finden die Erdbeerfelder und die Adressen der Biohöfe unter: http://www.bioerdbeeren-sh.de

Bio-Beeren vom Franz: Bei Franz können Erdbeeren pflückfrisch selbst geerntet werden. Neben Erdbeeren pflücken und naschen kann man auch Schottische Hochlandrinder bestaunen. Der Biohof, der zum Demeter-Verband gehört, befindet sich in Obing, im oberbayerischen Landkreis Traunstein. Näheres Infos unter: http://www.erdbeeren-vom-franz.de

Erdbeerland Frohmader: Auf den Erdbeerplantagen im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge steht die integrierte Pflanzenproduktion an oberster Stelle. Zudem nimmt Erdbeerland Frohmader an den Zertifizierungsprogrammen QS und EUREPGAP teil. Damit sind Selbstpflücker auf der sicheren Seite: Hier gibt’s nur kontrolliert angebaute, frische, gesunde und leckere Beeren. Nähere Infos unter: http://www.erdbeerland-frohmader.de

Biohof Wallner: Im Herzen Landsbergs betreibt die Familie Wallner einen Naturlandbetrieb. Die Bio-Erdbeer-Selbstpfückerplantage öffnet je nach Witterung ab Anfang Juni. Alle wichtigen Infos als auch die unterschiedlichen Arbeitsschritte, die Bio-Anbauer auf den Erdbeerfeldern verrichten müssen, finden sich sehr gut dokumentiert unter: https://www.biohof-wallner.de/erdbeeren

Regiofarmers: Mehr Verantwortung, Geschmack, Qualitätsbewusstsein und nachhaltige Produktionsverfahren haben sich die „Regiofarmers“ auf die Fahne geschrieben. Das Ziel der zwei jungen und ambitionierten Landwirte: Beerenfrüchte regional zu produzieren und kundennah zu vermarkten. Die Selbstpflückfelder befinden sich im Umland von Halle (Saale): Nähere Infos unter: http://regiofarmers.de

Scholzenhof: Die Familie Kranz betreibt den Scholzenhof, der seit Oktober 2014 ein zertifizierter Bioland-Betrieb ist, in Wiesbaden-Nordenstadt. Erbaut wurde der Scholzenhof 1964 durch die Großeltern, die bereits 1984 die ersten Erdbeeren anbauten. Ab Mitte/Ende Mai können die ersten Bio-Erdbeeren auf den Feldern selbst gepflückt werden. Nähere Infos unter: http://www.scholzenhof.de

Steegmüller Erdbeergärten: In der Südpfalz, in Offenbach an der Queich, wurde auf dem Hof einst Tabak geerntet. Nun wachsen hier tausende Erdbeerpflanzen. Bodenschonende Kulturtechniken, ressourcenschonende Bewässerung sowie der nachhaltige und verantwortungsvolle Umgang bei der Behandlung von Pilzerkrankungen und der Ernährung der Pflanzen stehen beim Anbau der Pflanzen im Mittelpunkt. Selbstpflücker wissen das zu schätzen. Nähere Infos unter: http://www.steegmueller.de

Berliner Beerengärten: Wer in Berlin Erdbeeren nicht nur kaufen, sondern lieber selber pflücken möchte, der kann dies auf den Erdbeerfeldern in Oranienburg, Blumberg, Dahlwitz-Hoppegarten, Schönfließ, Gatow und Falkensee tun. Wo sich die einzelnen Felder genau befinden, das sieht man unter: http://www.berlinerbeerengarten.de

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