Informationen rund um die Erdbeere

Informationen rund um die ErdbeereEigentlich ist die Erdbeere gar keine Beere, sondern eine so genannte Sammelnussfrucht. Das tut aber ihrem guten Geschmack und ihrer Beliebtheit keinen Abbruch. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen Körnchen auf der Oberfläche.

Was wir so lieben, nämlich das leckere leuchtend-rote Fruchtfleisch, ist eine Scheinfrucht. Rein botanisch gesehen gehört die Erdbeere zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und heißt dort „Fragaria“.

Alles begann schon in der Steinzeit. Da pflückten unsere Urahnen leckere Walderdbeeren. Andere Arten gab es damals noch nicht. In der Antike wurde die Erdbeere dann bereits des Öfteren beschrieben.

Der römische Dichter Ovid rückte sie als Speise des so genannten „Goldenen Zeitalters“ in ein ganz besonderes Licht. In der christlichen Kunst gilt die Erdbeere als Paradiespflanze. Immer wieder findet sie sich in der Bildenden Kunst wieder, oft in Zusammenhang mit Maria und Jesus Christus. Ihre Bezeichnung „Fragaria“ erhielt sie erstmals im 14. Jahrhundert. Das Wort leitet sich von dem lateinischen Verb „fragare“ (duften) ab.

Die hiesigen Walderdbeeren dufteten und schmeckten gut, aber sie hatten einen Nachteil: Sie blieben stets sehr klein. Da kam es den europäischen Feinschmeckern sehr gelegen, dass später in der Neuen Welt aromatische und vor allem große Früchte vorgefunden wurden. Diese amerikanischen „Scharlacherdbeeren“ fanden alsbald großen Zuspruch in Europa. Ihre Kreuzungen mit einer chilenischen Sorte sind direkte Vorfahren unserer heutigen schönen großen Erdbeeren.

Die meisten Menschen lieben Erdbeeren wegen ihres guten Geschmacks. Die süßen Früchtchen sind aber auch äußerst gesund. Mit 60 mg Vitamin C pro 100 Gramm Fruchtfleisch beinhalten sie sogar mehr Vitamin C als Orangen und Zitronen. Daneben können sie mit wichtigen Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen aufwarten. Kein Wunder, dass die Erdbeere auch gerne „Königin der Beeren“ genannt wird. Pro Kopf und Jahr werden bei uns etwa 2,3 Kilogramm Erdbeeren verspeist. Die Frucht zählt – neben Äpfeln – zu unseren beliebtesten Obstsorten. Heimische Erdbeeren, am Besten natürlich Bio-Erdbeeren, zeichnen sich meist durch einen wesentlich besseren Geschmack aus als importierte Früchte, bei denen Langlebigkeit und Aussehen oft eine größere Rolle spielen als Wohlgeschmack.

Zu beachten ist grundsätzlich, dass Erdbeeren rasch ihr Aroma verlieren. Bei größerem Druck faulen sie auch schnell. Am besten verzehrt man sie innerhalb von zwei Tagen nach der Ernte – dann schmecken sie am leckersten. Man kann sie auch einige Tage auf einem zugedeckten Teller im Gemüsefach frisch halten. Sie sollten dann aber nicht übereinander liegen. Erst kurz vor dem Verzehr werden sie gesäubert. Ein kurzes Eintauchen in kaltes Wasser ist besser als ein scharfer Wasserstrahl. Wenn die Erdbeeren dann vorsichtig trockengetupft sind und die Stiele und Blätter entfernt worden sind, steht einer leckeren Erdbeermahlzeit nichts mehr im Wege.

Weiße Erdbeeren werden wegen ihres charakteristischen Geschmacks auch als Ananas Erdbeeren bezeichnet. Die Früchte sind weiß gefärbt und die Oberfläche ist mit roten Nüsschen durchsetzt.

Bei Hängeerdbeeren handelt es sich um eine Kombination aus Rankenpflanze und Monatserdbeere. Die dekorativen Erdbeeren eignen sich hervorragend zur Platzierung in Balkonkästen oder Hängeampeln.

Erdbeeren gelten nicht umsonst als die empfindlichsten Weichfrüchte der Welt, denn die Pflanzen bedürfen einer besonderen Aufmerksamkeit und Pflege – und zwar während des gesamten Jahres.

Schädlinge und Krankheiten stellen die größte Gefahr für Ihre Erdbeerpflanzen dar. Wir geben Tipps zur Schädlingsbekämpfung.

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